Archiv für die Kategorie „Beziehung retten“

Falsche Liebesbeweise

Montag, 28. November 2011

Unsere Beziehungen sind manchmal einfach deshalb schwierig, weil wir in der aktuellen Beziehung nicht die gemeinsame und liebevolle Gegenwart mit unserem Partner teilen und zulassen können.

Stattdessen versuchen wir in der aktuellen Beziehung zu vermeiden, dass sich eine schlechte Beziehungserfahrung aus unserer Vergangenheit wiederholt. Dabei läuft vor unserem inneren Auge ein Film dieser negativen Erfahrung ab und überlagert unsere Wahrnehmung der aktuellen Gegenwart.

Wenn Gegenwart und Erinnerung einander derart überlagern, beginnen wir häufig zu fantasieren. Es kommt uns so vor, wie wenn auch unser aktueller Partner zumindest die verborgene Absicht haben könnte, uns – wie schon der vergangene Partner – zu verletzen. Und das wollen wir auf alle Fälle vermeiden!

Wir überprüfen dann unseren aktuellen Partner und verlangen von ihm Liebesbeweise. Diese Prüfung lässt sich der aktuelle Partner mit Sicherheit ein paar Mal gefallen, schließlich liebt er uns ja. Nach ein paar Mal werden unserem aktuellen Partner die laufende Überprüfungen allerdings suspekt. Ab dann verlangen wir falsche Liebesbeweise.

Wenn wir nicht aufhören, diese falschen Liebesbeweise einzufordern, wird unser  aktueller Partner im besten Fall ratlos sein. Möglicherweise wird er aber anfangen, sich insgeheim darüber zu ärgern, dass wir ihm nicht vertrauen. Er könnte zu der Schlussfolgerung gelangen, dass unsere frühere Beziehung an unserem mangelnden Vertrauen gescheitert ist, unabhängig davon, ob dieser Schluß berechtigt ist oder nicht.

Suchen Sie außerdem nicht alle Schuld für das Scheitern einer vergangenen Beziehung bei sich, Sie sind sowieso nicht allein für den Erfolg oder Misserfolg einer Beziehung verantwortlich! Aber prüfen Sie ernsthaft für sich in Ihrem Herzen, was Sie heute besser machen könnten als damals. Nutzen Sie diese Erkenntnisse für Ihr weiteres Leben und haben Sie zu Ihren Erkenntnissen Vertrauen.

Leben Sie also Ihre aktuelle Beziehung mit allen Höhen und Tiefen mutig in der Gegenwart – ohne die Angst, dass sich etwas Negatives wiederholt – und fordern Sie keine falschen Liebesbeweise.

Liebt mich mein Partner, oder liebt er mich nicht?

Mittwoch, 12. Oktober 2011

Wir stellen uns diese Frage, wenn wir Kriterien suchen, anhand derer wir beurteilen können, ob eine Partnerschaft auf wirklicher Liebe beruht und weitergeführt werden soll.

Wie in allen anderen Fällen auch hilft uns eine vage Hoffnung auf ein Happy End überhaupt nicht. Diese vage Hoffnung wird zu oft nicht erfüllt. Vage Hoffnung ist nicht identisch mit einer grundsätzlich positiven Lebenseinstellung. Die alleinige vage  Hoffnung auf ein Happy End ist eine zerbrechliche Basis für jede partnerschaftliche Beziehung.

Ob unsere Partnerschaft auf Liebe beruht und deshalb wertvoll und erhaltenswert ist, können letztlich nur wir selbst entscheiden. Möglicherweise helfen die folgenden Beurteilungskriterien:

1.    Erfüllt Ihr Partner Ihr Herz mit Freude, wenn Sie an ihn denken?
2.    Möchten Sie Ihren Partner glücklich machen?
3.    Lieben Sie Ihren Partner so, wie er ist?
4.    Kann Ihr Partner so bleiben wie er ist, damit Sie ihn auch in Zukunft lieben können – ohne auch nur die kleinste Änderung?
5.    Erleben Sie in Ihrer Beziehung Wertschätzung – wie ein Schatz gehegt und gepflegt zu werden?
6.    Erleben Sie in Ihrer Beziehung Herabsetzung – wenn ja, wie oft? Wie oft redet Ihr Partner mit Ihnen nicht?
7.    Lieben Sie in Ihrem Partner eventuell ein Ideal, das er nur in Teilen erfüllt oder erfüllen kann?
8.    Muss sich Ihr Partner noch von einem Frosch in den Prinzen in ihm oder von einer netten Hexe in die gute Fee verwandeln?

Ihr Partner sollte weitgehend ohne Veränderungsbedarf zu Ihnen passen. Denn das Leben findet jetzt statt, nicht irgendwann in der Zukunft. Das ist meine Meinung.

Natürlich gehört Veränderung zum Besseren zu einer Partnerschaft. Aber diese Veränderung muss eine belastbare Basis haben, sie darf nicht auf vager Hoffnung allein beruhen.

Fragen Sie deshalb wirklich gute Freunde oder Menschen, die es gut mit Ihnen meinen, um deren Einschätzung und Rat zu Ihrer Partnerschaft. Denn Ihr Partner sollte auch zu Ihrem Umfeld passen.

Stresserfahrungen werden epigenetisch vererbt

Sonntag, 7. November 2010

Es taucht immer wieder die Frage auf, ob minderwertige Gene oder negative emotionale Erfahrungen in der Kindheit die Ursache für psychische und psychosomatische Leiden sind.

Diese Frage von der modernen epigenetischen Forschung in dem Sinne beantwortet, dass die negativen Emotionen zu chemischen Veränderungen an den vererbten Genen führen. Dieser chemische Prozess wird Methylierung genannt. „Stress bringt die Methylierungsmaschinerie durcheinander“, erklärt Isabelle Mansuy, Professorin Professorin für Molekulare und Kognitive Neurowissenschaften an der Universität Zürich und gleichzeitig Professorin am Zentrum für Neurowissenschaften der Universität und der ETH Zürich.

Mit den Methoden der energetischen Psychologie lassen sich angenehm, wirksam und nachhaltig negative emotionale Erfahrungen und Erinnerungen so verändern, dass die Erinnerungen ihre Belastung verlieren. Damit sind Sie wieder offen für eine Zukunft, die Ihrem Wesen entspricht. Der wissenschaftliche Nachweis, inwiefern die Methyliserung durch psychologsiche Maßnahmen optimiert werden kann, ist in Arbeit.

Studie: Scheidungskinder rauchen häufiger

Mittwoch, 25. August 2010

Dies sind die Studienergebnisse, die auf Daten des sozio-oekonomischen Panels (SOEP) fussen, einer seit 1984 laufenden Langzeituntersuchung von 11 000 privaten Haushalten in Deutschland:

  • Die Scheidung der Eltern ist für junge Menschen ein großer Stressfaktor, der oft zum Griff nach der Zigarette führt.
  • Gut 40 Prozent der jungen Leute aus sämtlichen Haushalten mit nur einem Elternteil sind Raucher.
  • Die Raucherquote bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen liegt bei fast 50 Prozent, sofern die Mutter raucht.
  • Ausgewertet wurden dazu die Angaben von 2500 jungen Menschen im Alter von durchschnittlich 24 Jahren.

Quelle: Ärzte Zeitung online, 25.08.2010

Fazit: Es ist nie zu spät für eine gute Kindheit! Wenn Sie mit dem Rauchen aufhören wollen, kann ich Ihnen helfen!

Der Wert einer stressarmen Schwangerschaft

Montag, 16. August 2010

„Der Wachstumsfaktor Fibroblast Growth Factor (Abk. FGF, dt. ‚Fibroblasten-Wachstumsfaktor‘) besteht aus einer großen Gruppe von Sub-Typen, die als FGF-Familie bezeichnet wird. … Sie spielen eine Schlüsselrolle bei der embryonalen Entwicklung. Entsprechend führen Störungen der FGF-Funktionen zu schweren Entwicklungsstörungen in der Embryonalzeit.“ (Wikipedia)

So regulieren einige Mitglieder der FGF-Familie die Zellvermehrung und die Zelldifferenzierung. Beim Embryo geht es dabei bspw. um die Entwicklung der Extremitäten, um das Größenwachstum, um die Ausbildung der Gehirnfunktionen, Nerven und um die Bildung von Blutgefäßen.

Bekanntermaßen wirkt sich Stress auf die Zellteilung und Regeneration von Zellen negativ aus. Stress in der Schwangerschaft vermindert u.a. auch die Bildung von FGF.

Nach der Theorie des Fetal Programming gibt es Evidenz dafür, dass ein Baby, das in der Schwangerschaft dem Stress der Mutter oder dem Stress in der Beziehung der Mutter ausgesetzt ist, ein niedrigeres Geburtsgewicht hat, weniger Köperumfang und eine kürzere Körperlänge entwickelt. Als Ursache für diese Auswirkungen werden permanent erhöhte Spiegel von Stresshormonen diskutiert.

Das Risiko eines solchen Kindes für Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems, Bluthochdruck, an nicht insulinpflichtigem Diabetes, an Osteoporose und an Depressionen ist eindeutig erhöht.

Sorgen Sie deshalb, wenn Sie ein gesundes Baby wünschen, unbedingt für eine stressarme Schwangerschaft! Die frühen Lebensumstände eines Menschen spielen eine Schlüsselrolle dabei, wie gesund und intelligent ihr Kind in seinem späteren Leben auch als Erwachsener ist.

Auszeit vom Beziehungsstress

Freitag, 5. März 2010

Unsere Beziehungen zu unseren Partnern haben wir meistens begonnen, weil uns die Gegenwart des anderen irgendwie beglückt hat. Und dieses Glück ist es wert erhalten zu werden, auch wenn wir uns im täglichen Wettrennen um Anerkennung, Karriere und wirtschaftlichen Überleben befinden.

Von einem wunderbaren Weg, das Glück in seiner Beziehung zu erhalten, hat mir gestern ein Bekannter berichtet.

Er hat seine Frau nach dem Fitnesstraining im Sportstudio vorgestern Abend und vor einem wichtigen Meeting am nächsten Morgen zu einem netten Abendessen eingeladen, sozusagen spontan. Das hatten sie schon einige Zeit nicht gemacht, weil immer etwas dazwischen gekommen war und weil sie abends vom Tag doch auch erschöpft sind.

Beide müssen sich prächtig amüsiert haben. Weil im Restaurant Ihrer Wahl nicht gleich Platz war, hat Ihnen der Wirt sogar ein Gläschen Prosecco spendiert. Sie haben ununterbrochen geplaudert, haben über Vieles in ihrem Leben gelacht, auch wenn sie manche Sorgen haben.

Mein Bekannter berichtete mir, er hätte sich an diesem Abend an damals erinnert, als er sich noch heimlich die ersten Male mit seiner Frau verabredet hatte. Was für ein gutes Gefühl!

Das ist doch eine gute Idee, wie man mit Beziehungsstress umgehen kann bevor er ausartet, nicht wahr?