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Selbsthilfe bei ADS und ADHS

Donnerstag, 2. Februar 2012

Betäubungsmittel

Kinder mit narkotisierenden Medikamenten (Betäubungsmitteln) wie bspw. Methylphenidat bei Aufmerksamkeits Defizit (Hyperaktivitäts) Störung – ADS und ADHS – zu behandeln sollte eigentlich die ultima ratio sein, nachdem alle anderen natürlichen Optionen ausgeschöpft wurden.  Tatsächlich hat sich die Anzahl der Arzneimittelverordnungen bei ADS und ADHS in den letzten Jahren verdoppelt.

Leitsymptome und Kennzeichen

Die Leitsymptome für diese Form von Verhalten bei ADS und ADHS sind Hyperaktivität und Impulsivität, der altbekannte „Zappelphilipp“. Weitere Kennzeichen sind Tagträumen und nicht Zuhören, Rastlosigkeit und Hast wie bspw. exzessives Rennen oder Klettern, Stimmungsschwankungen, die Unfähigkeit ruhig zu spielen und zu warten, bis man an der Reihe ist, Plappermaul, Ablenkbarkeit, Handeln – ohne vorher zu denken und natürlich heftige Gefühlsausbrüche.

Natürlich sind die meisten Kinder so! Allerdings sind nur diejenigen, die rund um die Uhr ein solches Verhalten an den Tag legen, Kandidaten für die Diagnose ADH bzw. ADHS. Die Grenzen sind wie immer fließend.

Selbsthilfe bei Anzeichen von ADS und ADHS

Bevor Ihr Kind Medikamente einnimmt, können Sie selbst die im Folgenden aufgeführten Maßnahmen umsetzen. Entsprechende wissenschaftliche Erkenntnisse liegen dazu vor.

  • Stellen Sie fest, ob Ihr Kind sich altersgemäß verhält; wenn es sich kindlicher/kindischer verhält als seine Altersgenossen verhält, suchen Sie psychologischen Rat.
  • Setzen Sie Ihr Kind auf Diät und eliminieren Sie das meiste Getreide (besonders Weizenprodukte) und vor allem Zucker (Schokolade, Bonbons etc.)aus der Ernährung.
  • Ersetzen Sie süße Getränke durch klares Wasser.
  • Geben Sie Ihrem Kind täglich eine extra Portion Omega-3-Fettsäuren, wie bspw. zwei Teelöffel Leinöl. Vereinzelt zeigen wissenschaftliche Untersuchungen, dass Omega-3-Fettsäuren eine bessere Wirkung haben als entsprechende Arzneimittel.
  • Probieren Sie die Wirkung von ohne Rezept erhältlichem Kiefernrindenextrakt (Pycnogenol) aus.
  • Vermeiden Sie industriell bearbeitete Fette komplett, wie sie bspw. Backwaren und frittierten Fertignahrungsmitteln vorkommen. Vermeiden Sie deshalb auch Kekse und Kartoffelchips u.ä. Besonders Trans-Fettsäuren können die Kommunikation der Nerven schädigen. Vermeiden Sie generell industriell produzierte Nahrungsmittel.
  • Vermeiden Sie alle Nahrungsmittel mit künstlichen Geschmacks und Farbzusätzen.
  • Befreien Sie Ihre Wohnung von allen Pestiziden.
  • Verwenden Sie nur natürliche Waschmittel, Seifen etc. ohne künstliche Parfümierung.
  • Verbringen Sie viel Zeit in der freien Natur.

Wenn alle Maßnahmen nicht helfen

Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker oder nehmen Sie zwecks psycholgischer Beratung mit mir Kontakt auf.

Kinder, Kinder – kein Drama!

Freitag, 12. März 2010

Neulich waren Bekannte von uns übers Wochenende Ski fahren. Die Kinder hatten sie bei der Großmutter abgegeben. Als unsere Bekannten zurückkamen, hatte der Papa einen geschwollenen Knöchel: Er hatte sich beim Schlittenfahren verletzt. Nachdem er seine Kinder ob seines geschwollenen Knöchels beruhigt hatte („… ist nicht so schlimm“), konnten sie mit seinem „Aua“ umgehen.

Am nächsten Morgen, nach einer schmerzvollen und schlaflosen Nacht für den Papa, machte der Hausarzt den Vorschlag, die Verletzung in einem MRT untersuchen zu lassen. Dazu fuhren Mama und Papa in eine nahe gelegene Universitätsklinik, und die Kinder kamen wieder zur Großmutter.

Am Nachmittag kam dann per Handy folgende Meldung bei der Großmutter an: kein Bruch, den man operieren könnte, den Knöchel hoch lagern und in zwei Wochen mit der Physiotherapie beginnen. Aber der Papa hätte jetzt auch einen Tutor und – Krücken.

Dieses Telefonat hörten die Enkel mit und begannen laut zu schluchzen und zu heulen, weil der Papa nun Krücken tragen musste. Vermutlich wussten beide nicht, was Krücken sind. Die Enkel ließen sich nicht mehr beruhigen.

Darauf druckte die Großmutter aus dem Internet eine Comic-Figur mit Krücken aus. Anhand dieser Figur erklärte die Großmutter den Begriff „Krücke“. Und dann malten die Kinder und die Großmutter die Comic-Figur mit Farbstiften bunt an, als Geschenk für den Papa, wenn er sie abholen würde.

Da kehrte wieder Ruhe bei den Enkelkindern ein, kein Drama mehr.

Ich finde, eine geniale und einfache Lösung, wie man mit dramatischen Aspekten unseres Lebens umgehen kann.