Archiv für die Kategorie „Stress und Burn-out“

Burn-out – Tipps für spürbare Soforthilfe

Montag, 17. Oktober 2011

Wenn Ihr Burn-out akut ist und Sie Angst haben, die Kontrolle als Folge totaler Erschöpfung zu verlieren, ist es Zeit für professionelle Hilfe.

Optionen bei akutem Burn-out

Bei der Behandlung des akuten Burn-out können Sie sich grundsätzlich dafür entscheiden, in meiner psychologischen Privatpraxis Soforthilfe zu erhalten: Dann haben Sie innerhalb von ein oder zwei Stunden keine Angst mehr, die Kontrolle zu verlieren. Sie benötigen dann nur noch wenige Stunden, um Ihre Symptome abzustreifen und authentisch und intrinsisch Ihr Leben so zu gestalten, dass sich der Burn-out nicht wiederholt.

Als Alternative können Sie sich für eine psychotherapeutische Aufarbeitung Ihres Lebens entscheiden, die etwas länger dauert und nicht den ausschließlichen Fokus auf die Behebung Ihres Burn-out hat.

Ohne Burn-out leben

Wenn Sie darüber nachdenken können, wie Sie Ihr Leben so gestalten können, dass Sie einen akuten Burn-out noch vermeiden, lohnt es sich, die folgenden Tipps in Betracht zu ziehen:

  1. Stehen Sie morgens früh auf (um 6 Uhr oder 7 Uhr) und nutzen Sie die ungestörte Zeit am Morgen wohl bedacht für Ihre täglichen Aufgaben! In Studien wurden direkte Beziehungen zwischen frühem Aufstehen und Erfolg im Beruf nachgewiesen.
  2. Lesen Sie Ihre E-Mails nur zweimal täglich. Lesen Sie Ihre E-Mails nicht, bevor Sie nicht etwas entscheidendes (Priorität 1 oder 2) Anderes erledigt haben. Lehnen Sie es ab, über Diskussionen, die  Ihre Mitarbeiter untereinander führen, informiert zu werden; fragen Sie stattdessen nach den Ergebnissen. Beantworten Sie Beschwerden und Kritik, die Sie per E-Mail erhalten, immer im persönlichen Gespräch oder wenigstens telefonisch. Halten Sie Ihre E-Mails kurz, maximal drei Absätze lang. Bearbeiten Sie persönliche Telefonate und E-Mails nur am Abend oder am Wochenende.
  3. Telefonate kosten Ihre wertvolle Zeit und können emotional erschöpfen. Nehmen Sie sich einmal in der Woche eine Stunde Zeit für Telefonate, wenn dies zu wenig ist, eine Stunde täglich. Damit Sie in dieser Zeit Ihre Telefonate erledigen können, müssen Sie sie kürzer halten. Schreiben Sie vor einem möglicherweise langen Telefonat eine E-Mail an Ihren Gesprächspartner mit den Besprechungspunkten; diese Vorgehensweise erspart manchmal das Telefonat. Kündigen Sie von vornherein an, dass Sie in bspw. 10 Minuten einen weiteren Telefontermin haben.
  4. Delegieren Sie besser und öfter! Fragen Sie sich ehrlich: Wer könnte eine bestimmte Aufgabe so gut , wie Sie, erledigen – oder zumindest ausreichend gut? Dann haben Sie für die Verteilung der Arbeit zumindest einen Plan. Fordern Sie auch Ihre Mitarbeiter zu mehr Delegation im geschäftlichen Alltag auf!
  5. Akzeptieren Sie während der Geschäftszeiten keine Unterbrechungen mit geschäftlichen oder persönlichen Angelegenheiten. Bleiben Sie diesbezüglich hart! Es geht um Ihre Grenzen.
  6. Reduzieren Sie Ihre Arbeitszeit. Eine Obergrenze für eine gute seelische und körperliche Balance sind ca. 11 bis 12 Stunden pro Tag.
  7. Reduzieren Sie die Zeit, die Sie für persönliche Erledigungen benötigen – auch wenn das immer unpopulär erscheint! Für die Zeit im Bad bis zum fertigen Ankleiden am Morgen sollten Sie nicht länger als 30 Minuten brauchen. Kaffee-  und Zigarettenpausen schaden sowieso Ihrer Gesundheit. Vermeiden Sie Alkohol.
  8. Machen Sie nicht mehr als 30 Minuten täglich Fitness im Wochendurchschnitt, es ei denn Sie wollen Arnold Schwarzenegger toppen.
  9. Sagen Sie „Nein“, wenn Sie nein sagen wollen! Wir leben, um uns in unseren Grenzen zu lieben und zu akzeptieren. Das ist der Sinn unseres Körpers. Innerhalb unserer Grenzen können wir wachsen, und dieses Wachstum zeigt sich in natürlichen Schritten nach dem Muster Raupe, Kokon, Schmetterling. Wir müssen unsere Grenzen nicht laufend verletzen.
  10. Nehmen Sie sich Zeit für sich selbst und tun Sie etwas, das für Sie eine Bedeutung hat: Vor dem Fernseher kann man sich nicht erholen, weil man immer wieder in Spannung versetzt wird. Folgen Sie also einem Hobby. Tun Sie etwas Selbstloses für andere. Schaffen Sie sich ein Haustier an, das zu Ihnen passt.

Prävention bzw. Vorbeugung von Burn-out lohnt sich!

Stress verändert die Zellreaktion

Freitag, 26. August 2011

Nach einer Studie aus dem Jahr 2008 an der Universität von Montreal verändert sich die Zellreaktion positiv, wenn Methoden zur Selbstregulation von Stress zum Einsatz kommen.

Unter Stress verbrauchen Zellen u.a. mehr Sauerstoff und es wird weniger Nitrit durch die Lunge abgeatmet (diese chemischen Verbindungen behindern den Sauerstofftransport im Blut und gelten u.a. als krebsauslösend). Des Weiteren führt Stress zu vermehrten Entzündungsreaktionen im Körper.

In dieser Studie wurden die Blutzellen von Probanden verglichen. Eine Gruppe hatte Erfahrung in stressreduzierenden Techniken, eine zweite Gruppe erlernte diese Techniken in 8 Wochen, eine dritte Gruppe praktizierte keine stressreduzierenden Maßnahmen.

Es zeigte sich, dass die Genaktivität der Blutzellen durch Stressreduktion verändert wurde. Die genetischen Aktivitätsmuster einer Untersuchungsgruppe, die Erfahrung mit Stressreduktion hat, und einer anderen Untersuchungsgruppe, die Stressreduktion in 8 Wochen erlernt hatte, glichen sich an. Die genetischen Aktivitätsmuster der Blutzellen in der Kontrollgruppe zeigten diese Veränderung nicht. Die Beobachtungen sind statisch signifikant.

“Es wird zunehmend klarer, dass Psychostress sich als  systemweite Störung von zellulären Prozessen manifestieren kann, die generell den oxidativen Stress und ein entzündungsförderndes Milieu fördert.“… Durch Stressreduktion verändern „Gene, u.a. COX7B, UQCRB und CASP2 … ihre Aktivitäten in eine Richtung, die der üblichen Stressreaktion entgegengesetzt ist.“

Sollten Sie Stress nicht mit den Mitteln selbst regulieren können, die Ihnen zur Verfügung stehen, helfe ich Ihnen mit meiner integrativen psychologischen Beratung gern weiter. Werfen Sie dazu einen Blick auf die Testimonials meiner Klienten.

Schlaflosigkeit ist kein Schicksal

Sonntag, 7. August 2011

Ursachen

Schlaflosigkeit kann, wie eine Lawine, von einem kleinen Schneeball ausgelöst werden: Ist einmal die Sorge, nicht gut schlafen zu können, geweckt, kann diese Sorge mit der Zeit immer größer werden. Man sorgt sich dann darum, dass man wiederholt schlecht schläft. Schläft man daraufhin tatsächlich wieder schlecht, zieht man über kurz oder lang die Schlussfolgerung, dass man tatsächlich ein schlechter Schläfer ist. Dieser Prozess kann sich zu einer Panik vor dem Schlafen ausweiten.

Andere Gründe für schlechtes Schlafen sind beispielsweise aktueller Stress, sinnlose Fragen beim Einschafen (auf die es keine Antwort gibt) und die Schatten aus der eigenen Vergangenheit.

Folgen der Schlaflosigkeit

Nicht nur die Schlafprobleme sind belastend, sondern auch ihre Folgen: unausgeschlafen kann man eben nicht seine besten Leistungen am nächsten Tag abrufen. Stattdessen fühlt man sich kaputt und ausgelaugt, isoliert, hilflos und voller Neid auf andere Menschen, die vermeintlich gute Schläfer sind.

Wissenschaftliche Hintergründe

Bei Schlafstörungen fehlt uns besonders der Tiefschlaf, in dem wir üblicherweise nicht träumen. Wir benötigen diesen Tiefschlaf, damit wir unsere Tageseindrücke optimal für unser Erinnerungsvermögen verarbeiten können. Mangelnder Tiefschlaf führt dazu, dass uns alles zuviel wird. Dauert dieser Zustand der Überflutung und Überwältigung längere Zeit an, kann dies bspw. zu Burn-out, Angststörungen und Depressionen führen.

Alkohol und Medikamnete

Achtung: Alkohol und Medikamente wirken sich auf den Tiefschlaf und auf die Traumphasen im Schlaf (der sog. REM-Schlaf) nachteilig aus! Nach einer Untersuchung der Universität Bristol zu den Top 5 populärsten Drogen, die den Tief- als auch den REM-Schlaf negativ beeinflussen, rangieren nach Heroin und Kokain die populären Schlafmedikamente (Barbiturate) auf Rang 3. Nach Methadon – für den Heroinentzug – folgt auf Rang 5 der Alkohol. Alkohol verhindert, dass sich Körper und Gehirn im Schlaf ausreichend erholen. Dafür reichen bereits 0,5 L. Bier bzw. 0,25 L. Wein aus. Man schläft danach zwar zunächst leichter ein. Die erste Nachhälfte wird aber in wenig erholsamem komatösem Schlaf verbracht, die zweite Hälfte verbringt man in leichtem Schlaf, aus dem man auch leicht erwacht, vielfach ohne wieder richtig einschlafen zu können.

Selbsthilfe

Nehmen Sie sich meine Empfehlungen zur Selbsthilfe für einen besseren Schlaf auf dieser Website zu Herzen. Wenn die Selbsthilfe nicht ausreicht, will ich Ihnen Hoffnung machen, dass schlechter Schlaf trotzdem kein Schicksal ist! Die Wahrscheinlichkeit ist groß, wie verschiedene Testimonials zeigen, dass Ihnen meine integrative psychologische Beratung und mein Mentalcoaching wieder zu einem erholsamen und gesunden Schlaf verhelfen.

Stress belastet Ihre körperlichen Selbstheilungskräfte

Donnerstag, 28. Juli 2011

Der Mensch hat die genetische Programmierung zu Selbstheilung in seinen Zellen. Dies bedeutet, dass sich der Körper in den meisten Fällen selbst heilt, wenn Zellfunktionen beeinträchtigt sind.

Beispielsweise kann eine halbe Leber wieder zu voller Größe anwachsen, die meisten Wunden heilen von selbst und der Körper wird mit Infektionen durch Bakterien und Viren in der Regel ohne Medikamente fertig. Angebrochene Knochen heilen allein durch Ruhigstellung der betroffenen Glieder.

Welche Hauptfaktoren vermindern diese Selbstheilung? Bekannt ist, dass Alkohol und Rauchen die Selbstheilungskräfte des Körpers hemmen. Der hauptsächliche Faktor ist allerdings ohne jeden Zweifel Stress.

Dies bedeutet, dass die hauptsächliche Schaltstelle für den Erhalt der optimalen Selbstheilungskräfte unsere Psyche ist. Menschen mit einer ausgeprägten seelischen Balance haben eine schnellere Wundheilung als gestresste Menschen, haben weniger Infektionen und benötigen weniger ärztliche Hilfe.

Stress führt im Körper durch erhöhte Adrenalin- und Kortisolspiegel zu dem Signal, dass der Körper in akuter Lebensgefahr schwebt. Unter diesen Umständen ist es für unser Überleben wichtiger, diese Gefahr durch unsere biologisch Notfallprogramme zu bewältigen.

So lange die Gefahr nicht bewältigt ist, also wenn der Stress anhält, halten diese hohen Stresshormonspiegel den Körper von einer normalen Selbstheilung ab. Man ist dadurch anfälliger für alle Arten von seelischen und körperlichen Erkrankungen.

Regulieren Sie also Ihren Stress also selbst mit dem Wissen, das Sie haben. Wirksame Stressregulatoren sind unter anderem körperliche Fitness, ein Hobby in der Freizeit, Vitaminzufuhr,  Ruhe und viel Schlaf. Wenn dies nicht reicht, wenden Sie sich gern an mich.

Weitere Informationen: http://www.zeit.de/2011/30/M-Selbstheilung/seite-5

Die Stressreaktion

Mittwoch, 16. März 2011

Der aus Ungarn stammende Arzt Hans Selye hat den Begriff “Stress” in den 40-ziger Jahren des letzten Jahrhunderts aus der Physik entlehnt. “Stress” bezieht sich in der Werkstoffkunde auf “Spannung” und “Materialermüdung”.

Stress wurde von Selye als „unspezifische Reaktion des Körpers auf jegliche Anforderung“ definiert. Nicht jede Art von Stress ist also negativ! Dies geht so weit, dass ein Mangel an zum Leben notwendigem Stress dazu führen kann, dass negativer Stress ausgelöst wird.

Der nützliche und aufbauende Stress wird Eustress genannt, der negative und zerstörerische Disstress.

Richard Lazarus beschreibt Disstress als „jedes Ereignis, in dem Umwelteinflüsse, innere Bedürfnisse oder beide die adaptiven Ressourcen eines Individuums, sozialen Systems oder eines künstlichen Systems strapazieren oder übersteigen.“

Die Reaktion auf Disstress erfolgt nach folgendem Schema:

Die Stressreaktion

Auch Burnout ist die Folge des oben dargestellten Reaktionsschemas, allerdings mit schwereren Auswirkungen auf die Physis, die Psyche, das soziale Umfeld und die Seele. Die Gründe für diese Folgen liegen in über längere Zeit anhaltenden Phasen von Disstress ohne konstruktive Erholungsphasen.

Meine psychologische Beratung ist darauf spezialisiert, Sie von Ihrem Disstress weitestgehend zu befreien und Ihnen auf dieser Basis einen Zugang zu neuer und positiver Energie zu vermitteln. Auch wenn die Stress auslösenden Faktoren, die von aussen auf Sie einwirken, aktuell nicht reguliert werden können, führt meine Beratung zu einer Stabilisierung Ihrer Psyche und damit zu einer Entlastung für Sie. Für Situationen mit Dauerstress lernen Sie Ihr Verhaltensrepertoire so zu erweitern, dass Sie Ihre Stressbelastung regelmäßig und systematisch selbst herabsetzen können und auch, wie Sie selbst  unter diesen Umständen neue und positive Energie gewinnen.

“Die richtige Einstellung kann negativen Stress in positiven Stress umwandeln.” Hans Selye

Stellen Sie sich eine Zitrone vor

Donnerstag, 22. April 2010

Gelb, glänzend, glatt. Sie schneiden sie mit einem Messer auf. Sie riechen den frischen Duft der Säure. Ein paar Tropfen Säure sind jetzt auch auf dem Schneidebrett. Sie schneiden sich eine dünne Scheibe ab. Sie halbieren die Scheibe und beißen jetzt in die eine Hälfte hinein. Erst kommt ein leichter Säureschock, dann eine interessante Bitterkeit und dann eine unnachahmliche Frische.

Mit größter Sicherheit hat Ihre Vorstellung einen erheblichen Speichelfluss in Ihrem Mund ausgelöst. Sie haben also gerade erlebt, wie Ihre Vorstellung physische Reaktionen auslöst. Sie haben erlebt, dass Ihr Gehirn nicht zwischen der Vorstellung einer Zitrone und einer tatsächlich vorhandenen Zitrone unterscheiden kann. Sie können unterscheiden, Ihr Gehirn nicht.

Wenn Sie nicht mehr zwischen Vorstellung und Realität unterscheiden können, sind Sie schizophren, also krank, und müssen zu einem Arzt.

Für alle anderen geht diese Geschichte in den nächsten Tagen weiter. Was bedeutet es für Sie, dass Ihr Gehirn zwischen Vorstellung und Wirklichkeit nicht unterscheiden kann?

Neue und positive Energie aus Stress gewinnen!

Montag, 22. Februar 2010

Wenn der positive Umgang mit Stress und die Gewinnung von neuer positiver Energie aus negativem Stress das Thema dieses Blogs sein soll, muss hinreichend Klarheit darüber bestehen, über was genau wir reden.

Lesen Sie dazu die Ausführungen unter Stress und Burnout. Das Thema dieses Blogs ist also der positive Umgang mit Disstress und die Gewinnung von neuer positiver Energie aus Disstress. Ihre negativen Erfahrungen sind also nicht umsonst!

Stress lässt sich am besten mit dem Bild der gespannten Saite auf einem Musikinstrument verstehen:

  • Eine überspannte Saite ist hinsichtlich der Darbietung und musikalischen Erfahrung deutlich eingeschränkt und hat zusätzlich wegen der höheren Spannung eine kürzere Lebensdauer.
  • Eine Saite, die zu schwach gespannt ist, hat ähnliche Eigenschaften, wie eine überspannte Saite. Mit der zu schwach gespannten Seite kann man aber nicht einmal Musik machen.
  • Bei einer optimalen Spannung ermöglicht die Saite die Darbietung von Musik, an der wir uns auf die eine oder andere Weise erfreuen. Die optimal gespannte Saite ermöglicht eine Darbietung und Erfahrung, die wir gern wiederholen.

Das Thema dieses Blogs ist also die jeweils individuelle optimale Spannung (Vorfreude) und Einstellung gegenüber allem, was im Leben auf einen zukommt. Und: So etwas gibt es tatsächlich, und es macht Spaß! Damit ist man ein Stressmaster© !

Auszeit

Stellen Sie sich eine Melodie vor, die Sie mögen. Lassen Sie sich davon in Schwingung versetzen. Verweilen Sie bei dieser Stimmung ein paar Minuten. Haben Sie dabei auch etwas erleichtert geatmet?